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Ich komme noch einmal auf das Thema Akzeptanz zurück. Mir ist aufgefallen, daß die meisten Menschen es vermeiden, etwas zu akzeptieren, was sie nicht haben wollen, weil sie es als negativ bewerten. Ihnen scheint es so, als würden sie das, was sie nicht wollen, mit dem Akzeptieren erst recht festhalten. Aber das ist nicht so.

Indem man etwas akzeptiert, bringt man eigentlich nur die dualistisch wirkenden Energien in eine Balance, was eine fast gar nicht mehr hin- und herschwingende Energie ist. Dadurch, daß die Energie in der „Ruheposition“ ist, kann man ihr eine neue Richtung geben, ohne daß es zu einem stärkeren Zurückschwingen zwischen den beiden Extremen kommt.

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Wie wir ja nun schon längere Zeit wissen, sind wir selber es, die alle Entscheidungen treffen, die unseren Lebensweg anbelangen. Es ist nicht das Schicksal, es ist nicht Gott, nicht die Umstände, nicht unsere Eltern oder die Lehrer, die uns irgend etwas abverlangen oder auferlegen – es sind immer wir selber.

Wenn ich mich jetzt beispielsweise in eine unmögliche Situation gebracht habe, die unerträglich ist oder in der ich Angst bekomme vor dem Weitergehen, dann stecke ich buchstäblich in der Sch… äh… in einer schlimmen Lage. (Ich kenne mich da bestens aus…)

Ein Bild kann das sehr schön veranschaulichen: Stell dir vor, du bist auf deinem Lebensweg ans Ufer eines Flusses gekommen, und willst jetzt auf die andere Seite. Du machst einen Schritt nach dem anderen hinein ins Wasser, aber irgendwann steht es dir bis zum Hals. Da du nicht schwimmen kannst, aber inzwischen so weit bist, daß du auch nicht mehr umkehren kannst, bleiben nur zwei Möglichkeiten: Du bleibst mitten im Schlamm stecken und jede kleine Welle schwappt über deinem Kopf zusammen, oder du gehst einfach weiter. Kann sein, daß du große Angst hast, aber wenn du es mal nüchtern betrachtest, dann ist die Situation, in der Mitte des Flusses im Schlamm steckenzubleiben und vom Wasser überspült zu werden, schlimmer, als wenn du die Augen zumachst und weitergehst, auch wenn für eine Zeitlang dein Kopf vollständig unter Wasser sein sollte – wenn du nur tapfer weitergehst, ist völlig klar, daß du auf der anderen Seite herauskommen MUSST! Es geht ja gar nicht anders!

Du hast die Wahl! Bleibst du stehen in der Angst? Oder gehst du weiter mit nicht nur der Hoffnung auf Beendigung der widerwärtigen Situation sondern mit der Gewißheit, daß all das in Kürze hinter dir liegen wird, wenn du nur beherzt weitergehst. Wie entscheidest du dich?

Gestern kam meine Tochter völlig fertig nach Hause. Sie war einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch gefolgt. Was dort in der Firma passierte, kommt häufig vor: Ein Vorgesetzter, der frustriert und sarkastisch nichts weiter im Sinn hatte, als die Probanden fertigzumachen. Man testet einen Bewerber, indem man seine Leistungen (immerhin ein Einserdiplom in Informatik) heruntermacht, nach allen möglichen Erfahrungen fragt, die ein junger Mensch, der relativ frisch von der Universität kommt, noch gar nicht haben kann, Wissen abfragt, das erst in der praktischen Berufstätigkeit erworben werden kann usw. Niemand kann alles wissen, und so ist es leicht, egal was ein Bewerber kann, immer nach den Dingen zu fragen, die er laut eingereichter Unterlagen nicht oder noch nicht ausreichend beherrscht. Und dazu wird das, was geleistet und belegt ist, heruntergespielt. Dieser armselige Mensch hat es offenbar nötig, sein Selbstwertgefühl aufzuwerten, indem er auf anderen herumtrampelt. Weiterlesen »

Sei gut zu dir selber

Als mein Nachbar starb, sagte ich zu seiner Frau, daß sie sich doch jetzt etwas Gutes tun soll, was sie zu einem erschreckten Ausruf veranlaßte. Sie weinte und meinte, daß sie doch jetzt arm dran sei, daß niemand mehr da sei, der ihr etwas Gutes tun könne. „Wie armselig, wenn man niemanden hat.“

Ich bin da ganz anderer Ansicht. Ich brauche niemanden, der mir Gutes tut, denn das kann ich allein sogar viel besser als jeder Mensch, der bisher in meinem Leben war und mir Gutes zu tun versuchte. Niemand als ich selber weiß, was gut für mich ist. Warum soll ich also drauf warten, daß irgend jemand daherkommt und genau das macht, wovon nur ich weiß, daß ich es jetzt brauche, und das ich mir auch selber geben kann? Weiterlesen »

Aus tiefstem Herzen

Ich sehe mich (bildlich gesprochen) um und stelle fest, daß ich das, was ich denke und fühle, richtig finde. Ich fühle mich wohl damit, ich bin stolz drauf, so zu sein, wie ich bin.

Aber warum bin ich stolz? Worauf denn?

Ich glaube, Stolz ist nicht ganz das richtige Wort, denn ich fühle etwas Ähnliches wie Stolz. Ich bin hochzufrieden mit dem, was ich tue – und glücklich, weil es genau das ist, was tief aus dem Grunde meines Herzens heraus will. Weiterlesen »

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